"Normaler" Pflanzen-Frühling 2015

Die Vegetationsentwicklung war im Frühling 2015 nur wenig früher als im Mittel 1981–2010 und lässt sich als normal klassieren. Nach einem sehr frühen Beginn der Haselblüte im Januar war die Vegetationsentwicklung bis Mitte März leicht verspätet. Anschliessend betrug der Vorsprung im April und Mai immer ungefähr eine Woche.

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Bild: M. Bolliger

Im Frühlingsindex werden die ersten 10 phänologischen Phasen eines Jahres zusammengefasst, die von Januar bis Mai auftreten. Somit lässt sich die Vegetationsentwicklung im Frühling in ihrer Gesamtheit charakterisieren. Mit Hilfe einer Hauptkomponentenanalyse, einer Methode zur Strukturierung umfangreicher Datensätze, wird die Abweichung vom mittleren Eintrittstermin 1981–2010 für rund 80 Beobachtungsstationen bestimmt. Der Frühlingsindex zeigt einen sehr starken Zusammenhang mit der Temperaturentwicklung von Januar bis Mai.

Und so präsentierte sich das dazugehörige Wetter: Die Frühlingstemperatur lag über die ganze Schweiz gemittelt 1.1 Grad über der Norm 1981–2010. Auf der Alpensüdseite zeigte sich der Frühling durchwegs zu trocken, während sonst überdurchschnittliche Niederschlagsmengen fielen. Sonnig war vor allem die Frühlingsmitte. Detaillierte Angaben sind im Klimabulletin Frühling 2015 aufgeführt.

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