Mehr Grün und Sonne für die Stromlandschaft Schweiz

Die Stromlandschaft Schweiz zeigt auf, wie man mit dem eigenen Konsum eine nachhaltige Energiezukunft mitgestalten kann. Zudem macht die Stromlandschaft ersichtlich, wo die Energiewende bereits auf Kurs ist, und wo sie noch an Tempo zulegen muss.

Karte Schweiz
Bild: pixabay

Die Nutzung von nachhaltig produziertem, erneuerbarem Strom ist ein zentrales Element der Energiewende. Tatsächlich kommt die Schweizerische Stromwende auch zehn Jahre nach der Reaktor-Havarie von Fukushima nur zögerlich voran, wie die neu lancierte Stromlandschaft Schweiz unter stromlandschaft.ch zeigt. Auf dieser interaktiven Karte können private Stromkonsumierende anhand der PLZ die Qualität des Standardstroms ihrer Wohngemeinde einsehen.

Mehr Solar- und Windenergie im Standard

Während sich Grosskunden am Markt frei mit Strom eindecken können, sind Privathaushalte bis heute an ihren lokalen Anbieter gebunden und verbleiben meist im Standardprodukt. Das Thema Strom geniesst üblicherweise keine grosse Aufmerksamkeit, solange er störungsfrei aus der Steckdose fliesst. So konnten viele Stromversorger ihren lokalen Standardstrom auf Schweizer Wasserkraft umstellen, auch wenn dieser etwas teurer ist. Die Stromkarte widerspiegelt dies durch die vielen gelben Regionen. Das ist grundsätzlich gut, für die Energiewende aber nicht gut genug. Für den Ersatz des Atomstroms bis ins Jahre 2035 muss in erster Linie rasch neue erneuerbare Energien ausgebaut werden. An diesem Punkt will die Stromkarte aufzeigen, wo die Energiewende auf Kurs ist, und wo die Umstellung an Tempo zulegen muss. Damit sollen einerseits private Kundinnen und Kunden sensibilisiert werden, wie sie mit dem Wechsel auf Ökostromprodukte zur Energiewende beitragen können, andererseits den Energieversorgern mit Best Practice Beispielen gezeigt werden, wie das Standardprodukt verbessern kann.

Über das Projekt

Das Projekt «Stromlandschaft Schweiz» wurde vom WWF Schweiz initiiert, und erstmals 2017 mit myNewEnergy und EnergieSchweiz lanciert. Neu beteiligt sich auch die Klima-Allianz Schweiz als Kommunikationspartner. Das Projekt soll bis 2022 laufend aktualisiert werden. Die Stromlandschaft liegt in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch vor.

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